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NEU: Porträt-DVD Evan Gardner

WER64232_Gardner_FSKNach der Uraufführung seines ersten Musiktheaterwerks Die Unterhändlerin im Jahr 2013 gründete Evan Gardner zusammen mit dem Regisseur Michael Höppner Opera Lab Berlin, ein in variabler Besetzung agierendes Kollektiv, das sich der Erarbeitung eines experimentellen, zeitgemäßen Musiktheaters verschrieben hat. Seither hat Gardner seine kompositorische Arbeit weitgehend in den Dienst dieses Ensembles und des Musiktheaters gestellt.

Auf der neuen Porträt-DVD des amerikanisch-norwegischen Komponisten findet sich die eigens für die EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK produzierte Videoaufnahme seines bisher umfangreichsten Werks für Opera Lab Berlin, die Western-Oper Gunfighter Nation (2016) in einer Inszenierung von Michael Höppner. Das abendfüllende Werk für sechs Stimmen und Ensemble, uraufgeführt im Berliner Ballhaus Ost, wagt auf spielerisch-musikalische Weise eine Neuerzählung der Mythen, die sich um die Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika ranken: von der Vertreibung der indigenen Bevölkerung durch die weißen Siedler bis zu heutigen politischen Umwälzungen im Sinne des Mottos „America first!“.

Wie in allen Produktionen von Opera Lab Berlin sind auch bei Gunfighter Nation Musiker und Sänger gefordert, ihre gewohnten Aktionsbereiche zu verlassen und sich als Darsteller und Performer zu behaupten – ein für das Ensemble typisches Entdecken neuer Territorien, ganz im Sinne des Pioniergeists der ersten Siedler. Wie Gardner dabei kompositorisch vorgeht, fasst Roland Quitt im Begleittext zur DVD zusammen: „Melodien aus amerikanischer Alltagskultur mengen sich in die bindende Sphäre Gardnerscher Klangsprache, werden zum Material von Weiterverarbeitung, Sezierung und Transformation innerhalb einer Hinterfragung des American Dream mit musikalischen Mitteln.“

Darüber hinaus präsentiert die DVD drei Werke aus der Zeit, in der Gardner noch vornehmlich instrumental komponierte: eine Einspielung des Stücks Sonic Voyeur II mit dem Berliner Zafraan Ensemble, einen Mitschnitt der Aufführung des Orchesterwerks Scandinavian Knitting mit dem Bergen Philharmonic Orchestra sowie eine Aufnahme des Zyklus No Thanks nach Gedichten von E. E. Cummings in der Interpretation des Ensemble Contrechamps.

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NEU: Porträt-CD Milica Djordjević

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Die neueste Veröffentlichung in der Reihe EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK des Deutschen Musikrats präsentiert die Berliner Komponistin Milica Djordjević. Für ihre Porträt-CD hat sie sieben kammermusikalische Klang-erkundungen ausgewählt, die allesamt beim Deutschlandfunk in Köln von international renommierten Interpreten wie dem Arditti Quartet, dem Ensemble Musikfabrik und Teodoro Anzellotti eingespielt wurden.

Djordjević geht es in erster Linie um eine extreme Auslotung des musikalischen Materials, wie Barbara Eckle im Begleittext der CD hervorhebt: „In einer immer größer, lauter und dichter werdenden Welle entwickelt sie einen Materialbaustein immer weiter […], quetscht ihn nach allem aus, was er hat ‒ bis zur Implosion. Der Bruch wirkt so abrupt, als ziehe man einem Elektrogerät in Turbomodus den Stecker aus der Wand.“ Ob einzelne Töne, Cluster, Motivfetzen oder musikalische Gesten – alles wird akribisch beobachtet und seziert, bis schließlich pulverisierte Klangpartikel zurückbleiben. Aus dem jeweiligen kompositorischen Prozess erwachsen dann neue musikalische Gebilde, die ebenso temperamentvoll wie filigran gearbeitet sind.

Wesentlich für Djordjevićs kompositorischen Ansatz ist außerdem ein kunstübergreifendes Verständnis, das auf einer breit gefächerten ästhetischen Sozialisation fußt. Neben der Musik gilt ihr Interesse ebenso der Bildenden Kunst, dem Theater und der Literatur. Deren Einflüsse und Wechselwirkungen wirken sich explizit auf Djordjevićs Denk- und Arbeitsweise aus: „Wenn ich ein neues Stück komponiere, investiere ich viel Zeit in Recherche. Erst verbringe ich ein paar Monate nur mit lesen, malen, Ausstellungen besuchen. Dann folgen meist zwei Monate, in denen ich Skizzen entwerfe. Ich schreibe wie wild und bin davon voll überzeugt – und dann werfe ich alles weg. Aber all das wird in destillierter Form in die endgültige Version des Stücks eingehen.

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NEU: Porträt-CD Ondřej Adámek

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Reich an Klangfarben, energiegeladen und zugleich fein und immer wieder neu ausgeformt ist die Musik des in Berlin lebenden Komponisten Ondřej Adámek, die auf dieser Porträt-CD und -DVD zu hören ist.
Der aus Prag stammende Künstler bezieht die Inspiration für seine Werke u.a. aus den spezifischen musikalischen und kulturellen Phänomenen anderer Länder und Kontinente wie Afrika, Spanien, Japan und Indien, die er während längerer Aufenthalte erkundete und später in Kompositionen wie Nôise und Karakuri verarbeitete. Daneben spielt Sprache, vor allem ihre phonetischen und geräuschhaften Qualitäten, bei Adámek eine zentrale Rolle. In den drei Chorstücken der Porträt-CD Polednice, Körper und Seele und Kameny werden der Sprachrhythmus sowie die Klangfarben der Vokale und Konsonanten zum strukturbildenden Prinzip.

Adámeks früh ausgeprägte Leidenschaft für technische Basteleien und alles Mechanische kommt ihm auch auf seiner Suche nach neuen Klängen zugute: Für Körper und Seele entwickelte er in jahrelanger experimenteller Arbeit die ‚Airmachine‘, ein rein mechanisch funktionierendes Instrument aus Partytröten, Hupen, Handschuhen und anderen aufblasbaren Gegenständen, das Geräusche erzeugt, die verblüffenderweise sehr menschlich klingen und dabei in enger Beziehung zu Arbeiten seines bevorzugten Textdichters Sjón stehen.

Booklet-Autor Bernd Künzig versteht Adámeks Musik als eine sprachliche und musikalische ‚Bricolage‘: „Nahezu durch das gesamte Werk des Komponisten ziehen sich Mischformen, in denen das Natürliche mit dem künstlich Mechanischen, konkrete Rituale mit Abstraktion, verschiedene Sprachen, auch Klangsprachen miteinander konfrontiert werden und eine schließlich eigene Mixtur erzeugt wird.“

Die Interpreten, darunter das Ensemble intercontemporain, das SWR Vokalensemble Stuttgart und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, sind bei Adámeks Werken so gut wie immer aufgefordert, über die Grenzen ihres eigenen Instruments oder ihrer Stimme hinauszugehen: Bei den Chorstücken arbeiten die Sängerinnen und Sänger mit Pfeifen, Sirenen, Schlagzeug und anderen Geräuschobjekten; bei Dusty Rusty Hush agiert das gesamte Orchester wie eine große Maschine, stampft, ächzt und kreischt und erweckt damit ein stillgelegtes brandenburgisches Stahlwerk wieder zum Leben.

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Neu: Porträt-CD Marina Khorkova

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Aus einer breiten Palette an Mehrklängen und Geräuschen gestaltet die Komponistin Marina Khorkova auf diesem Porträt vielschichtige und kontrastreiche Klangräume. Vor dem Hintergrund verschiedener Traditionen von Mikrotonalität und der Musique concrète instrumentale steht die Entwicklung einer eigenen musikalischen Sprache für die Komponistin im Mittelpunkt. Sie erforscht mit Akribie die Klangeigenschaften und -möglichkeiten der kammermusikalischen Instrumente und setzt vielfach außergewöhnliche Spieltechniken ein. Insbesondere interessiert sie sich als Pianistin für das gezielte Zusammenwirken der natürlichen Mehrklänge des Klavieres mit Mehrklängen, die durch Präparation dieses Instrumentes entstehen.

Die Klangphysiognomien der Kompositionen sind „im Allgemeinen eher geprägt von metallischer Härte, unwirtlichen Frequenzen, rohen, bedrohlichen Geräuschwerten als zärtlichem Obertongeflüster“, so Dirk Wieschollek im Begleittext der CD. In VORderGRENZE stehen existenzielle Klänge zwischen Leben und Tod und der Kampf um den Atem im Mittelpunkt des Werkes. Das Trio klangNarbe hingegen legt eine zerklüftete Klanglandschaft offen. Metallische Klangfarben und Geräuschspektren des Schlagwerks fusionieren mit den Multiphonics des Saxofons und den teils 17-tönigen Mehrklangclustern eines präparierten Flügels.

Den Interpreten, darunter das Ensemble ascolta, das Trio Accanto sowie das Kairos Quartett, wird ein zentraler Gestaltungsspielraum durch die in Teilen grafische Notation zugesprochen, der wesentlich zur energetischen Wirkung der Stücke beiträgt. Die metrische Ungebundenheit ist beispielsweise im Werk a_priori elementar für „kontinuierlich fließende, farblich fluktuierende Klangbewegungen, die sich auf die Suche nach einer Art klanglichen Urzustands begeben.“ Der überwiegende Teil der Werke wurde beim Deutschlandfunk in Köln eigens für dieses Porträt eingespielt.

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Neu: Porträt-CD Luís Antunes Pena

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Elektronische Zuspielungen, Alltagsgespräche, Industrie- und Naturgeräusche, gesprochene Gedichte, und Instrumentalmusik: Mit unterschiedlichstem Klangmaterial gestaltet Luís Antunes Pena die Kompositionen, die auf seiner Porträt-CD der EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK zu hören sind. „Die Unterscheidung zwischen Ton und Geräusch spielt für mich keine Rolle mehr. Ob es ein Flugzeug- oder ein Geigenton ist, ist eigentlich dasselbe“, erklärt der aus Portugal stammende Komponist im Gespräch mit Bookletautorin Friederike Kenneweg.

Einen Blick ins Private bieten Aufnahmen aus Gesprächen während einer Zugfahrt im Werk Caffeine, das gleichzeitig dem Porträt als Titel dient. Diese werden unter anderem mit Multiphonics, Schlagwerk und Comicgeräuschen kombiniert. Elektronik und das Rauschen sind hier, wie auch in vielen anderen Stücken der CD, eng mit den anderen Klangfragmenten verknüpft. „Das Komponieren mit Rauschen ist für mich auch, Grenzen auszuprobieren. Also, wo ist Musik und wo ist keine Musik?“ Ein vorproduziertes Band mit Rauschklängen wird etwa bei Im Rauschen, cantabile mit dem perkussiven und hochvirtuosen Spiel des Kontrabasses, interpretiert vom Berliner Philharmoniker Edicson Ruiz, vermischt und gipfelt in einer melodiösen Zweistimmigkeit.

Die Werke der CD wurden von international renommierten Formationen eingespielt, darunter das ensemble mosaik, das norwegische Ensemble asamisimasa und die portugiesische Sängerin Rita Redshoes sowie Perkussionist Nuno Aroso. Der Komponist gestaltet die elektronischen Anteile selbst und ist so bei den Werken unmittelbar beteiligt. Der Großteil der Aufnahmen konnte beim Deutschlandfunk in Köln für die CD neu produziert werden.

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NEU: Porträt-CD von Vito Žuraj

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Kraftvoll und extrem ausdifferenziert ist die Musik des in Slowenien geborenen Komponisten Vito Žuraj, die dieses Porträt in den Blick nimmt. Ein besonderer Akzent liegt auf den für Žuraj typischen Werken mit vielschichtigen Raumklangkonzeptionen. Das Format als SACD macht dabei etwa die Anordnung verschiedener Instrumentalgruppen im Raum unmittelbar erfahrbar.

Žurajs Kompositionsweise bewegt sich zwischen Intuition und strukturellen Gesetzmäßigkeiten, die er unter anderem mit Hilfe eines von ihm selbst entwickelten, algorithmisch arbeitenden Notationsassistenten umsetzt. Inspirationen für seine Stücke bezieht er oft aus seiner persönlichen Leidenschaft, dem Tennisspielen. Diese finden sich nicht nur in Werktiteln wie „Changeover“ (Seitenwechsel) wieder, vielmehr werden deren inhaltliche Aspekte wie hier die Änderung der Sonneneinstrahlung, Schattenbildung oder Publikumsperspektive „auf das Spannungsverhältnis zwischen Geräuschen und fixen Tonhöhen, zwischen Solo, Unisono, Polyphonie, zwischen Passivität und aktiver Bewegung“ übertragen, so Egbert Hiller im Begleittext.

Noch wichtiger für die Entstehung der Stücke ist für Žuraj die Zusammenarbeit mit den Musikern, insbesondere des Ensemble Modern. So erarbeitete er das Hornkonzert „Hawk-eye“ mit Saar Berger, der auf diesem Tonträger als Solist mit dem Orchester der Slowenischen Philharmonie zu hören ist. Mit dem hr-Sinfonieorchester interpretiert das Ensemble Modern das groß besetzte Werk „Changeover“ für Instrumentalgruppen und Orchester und nahm speziell für dieses Porträt die beiden Ensemblewerke „Restrung“ und „Runaround“auf. Auf einer zusätzlichen DVD wird zudem Žurajs Schlagzeugtrio „Top Spin“, das musiktheatralische Elemente mit einbezieht, präsentiert. Produziert wurde das Video vom ComputerStudio der Hochschule für Musik Karlsruhe.

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NEU: Porträt-CD von Michael Pelzel

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Diese CD porträtiert den Schweizer Komponisten Michael Pel­zel. Die Verschmelzung von Klangschichten und die Entwicklung von eigenen Klangfarben sind grundle­gend für seine Werke. „Ziel sei es“, so Pelzel, „einen Akkord zu bauen, der von der Kontrabass- bis zur Sopranlage zu einem homogenen Klang verschmilzt und durch die einge­streuten Mikrointervalle, welche auf die Oberton­reihe des Basstones zurückgeführt werden können, eine eigene Farbe bekommt.“

In seinem bislang bedeutendsten Werk „Sempiternal Lock-in“ beschäftigt sich Pelzel mit der komplexen Verzahnung von Stimmen. Inspiriert von einem Südafrika-Aufent­halt und der Interlocking-Technik des Amadinda-Spiels, entwickelte er ein eigenes Verfahren, bei dem er die Stimmen so verzahnt, dass sie nicht „sauber ineinandergrei­fen, sondern eigentlich permanent verrutschen“ (Gottstein). So entsteht bewusst nicht der Höreindruck einer durchlaufenden Figur, sondern eines Hinkens oder Stolperns.

Die vorliegenden Aufnahmen wurden vom österreichischen Spitzenensemble Klang­forum Wien eingespielt. Als Stipendiat des Berliner Künstlerprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) wurde Michael Pelzel ein Porträtkonzert im Rahmen des Festivals Ultraschall Berlin gewidmet, bei dem ein Teil der Stücke für die CD produziert werden konnte.

Erhältlich bei WERGO (WER 6415 2)

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NEU: Porträt-CD von Johannes Kreidler

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Im Mittelpunkt der Porträt-CD von Johannes Kreidler stehen seine Collage-Arbeiten, die den Ausgangspunkt seines Entwurfs einer musikalischen Konzeptkunst bilden. „Ich komponiere nur da, wo es auch etwas zu komponieren gibt.“

Der Gedanke einer Musik mit Musik ist dabei zentral für sein Schaffen. So widmen sich die Stücke Living in a Box (Ensemble Modern), cache surrealism (Ensemble LUX:NM) und in hyper intervals (Nadar Ensemble) der allgegenwärtigen Verfügbarkeit von Musik durch die Digitalisierung. Kreidler bedient sich fremden musikalischen Materials, das er unter anderem mit Instrumentalklängen (re)kombiniert und in neue Kontexte setzt. Die Nutzung von Fragmenten vorgefertigter Musik führt er in product placements mit 70.200 Fremdzitaten bei einer Spielzeit von 33 Sekunden auf den Höhepunkt und hinterfragt damit gleichzeitig das institutionelle Reglement, welches die urheberrechtliche Anmeldung bei einer Verwertungsgesellschaft für jedes dieser Werke vorsieht.

Um die Medienvielfalt seiner Arbeit adäquat abzubilden, wird die CD durch einen audiovisuellen Datenträger ergänzt. Die konzeptuellen Stücke der beigefügten DVD, sind, so Michael Rebhahn im Begleittext, „lose, oft assoziative Gefüge aus Musik, Bild und Text, sie spielen mit Zeichen und Bedeutungen, folgen ästhetischen Eigengesetzlichkeiten, sind hintersinnig, bisweilen ‚nerdig‘ und manchmal unverhohlen albern.“ Unter anderem wird die Dokumentation seines Werkes Fremdarbeit präsentiert, welches als Audioeinspielung des ensemble mosaik ebenfalls auf der CD zu hören ist. Die Auslagerung des Produktionsprozesses an Komponisten in Indien und China wirft nicht nur die Frage nach Original und Kopie auf, sondern thematisiert auch die globalen Missverhältnisse des Kapital- und Warenverkehrs.

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NEU: Porträt-CD von Jagoda Szmytka

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Die Idee einer physischen Musik prägt die neueste CD der Reihe „Edition Zeitgenössische Musik“, welche die aus Polen stammende Komponistin Jagoda Szmytka porträtiert. Szmytka nimmt die Körperlichkeit von Klang in den Blick und untersucht in ihren Werken unter anderem den Kontakt zwischen Interpreten- und Instrumentenkörper. In hand saw WeltAll-Stars. generously befasst sie sich beispielsweise mit der Hand als wichtigstem Körperteil des Instrumentalisten, während eine gestische „Zelle“ in Form eines aufsteigenden Glissandos das Stück for travellers like angels or vampires in vielfältigen Varianten durchzieht. „Ihre Musik ist Körper“, schreibt Michael Rebhahn im Booklettext der CD. So sind auch die körperlichen Aspekte bei der Musikentstehung für die Komponistin entscheidend. Dabei treibt Szmytka sowohl die Interpreten an ihre physischen Grenzen wie auch sich selbst im Rahmen des Kompositionsprozesses.

Musikalisch kennzeichnend für Szmytkas Schaffen ist, dass sie nicht nur als „erhaben“ klassifizierte Klangmaterialien in ihren Kompositionen verwendet, sondern besonders die Nebenprodukte – wie das Knistern der Bogenhaare oder die Mechanik des Klaviers – hervorhebt. „Als ein ‚Skulptieren von Klang‘ bezeichnet Szmytka ihren Umgang mit der Melange aus rohen und sublimierten Materialien, die im Rahmen ihrer Kompositionen von ihrer ‚Klassenzugehörigkeit‘ entbunden werden.“ (Michael Rebhahn)
Alle Titel des Porträts wurden speziell für diese CD beim Deutschlandfunk produziert. Als Interpreten sind hierbei mit dem Ensemble Interface und erstmals in der Reihe auch dem Kölner Ensemble Garage sowie dem Duo leise dröhnung ausschließlich junge aufstrebende Neue-Musik-Formationen zu hören.

Die CD ist demnächst erhältlich bei WERGO

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NEU: Porträt-CD von Johannes Boris Borowski

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Johannes Boris Borowski legt mit seiner Porträt-CD den Schwerpunkt auf eine Gattung, die zumal unter dieser Bezeichnung in der zeitgenössischen Musik nur selten zu finden ist: das Konzert. Ungewöhnlich ist auch, dass der Komponist auf erweiterte Spieltechniken und Instrumentenpräparationen weitgehend verzichtet. Obgleich Werktitel und instrumentale Spielweise damit eine klassizistische Orientierung vermuten lassen, bricht Borowski gleichzeitig mit der Konzerttradition, indem er etwa Einzelmomente aus dem gewohnten Konzertkontext völlig isoliert, distanziert betrachtet und auf diese Weise musikalische Form neu und unerwartet entstehen lässt.
Ein Thema der kompositorischen Arbeit Borowskis ist die musikalische Sprachfindung. Zu Beginn der Werke stehen dabei oft kleinste Keimzellen. „Aus diesem stotternden Anfang“, so schreibt Bookletautor Bernd Künzig etwa zum Klavierkonzert, „erwächst ein verdichtetes Geflecht, dessen Verfahrensweise an das Prinzip der Wucherung, der sogenannten Proliferation erinnert, wie sie im Werk von Pierre Boulez zur Anwendung gelangt.“

Je ein Konzert und ein Ensemblestück stehen sich auf den beiden Tonträgern dieser Doppel-CD gegenüber und bieten einen tiefen Einblick in das Schaffen von Johannes Boris Borowski. Überwiegend wurden die Titel eigens für diese Porträt-CD produziert: Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der französischen Spitzenformation Ensemble intercontemporain sowie Ensemble Interface und Ensemble Aventure sind herausragende Interpreten der internationalen zeitgenössischen Musikszene zu hören.

Die CD ist ab sofort erhältlich bei WERGO

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