Skip to content


In aller Kürze: Carsten Hennig “Massenbewegung”

Carsten Hennig "Massenbewegung" CoverImmer dann, wenn die Zeit, die Arbeit, das Gemüt es zulässt, widme ich mich meinem Großprojekt, alle, wirklich alle CDs der Edition Zeitgenössische Musik wenigstens einmal ganz bewusst zu hören (ich berichtete). Durch bin ich noch nicht, aber auf einem guten Wege. In Anlehnung an Luhmanns Realität der Massenmedien frage ich mich natürlich – ganz Wissenschaftler, hüstel – welches Bild, welches Konstrukt von Neuer Musik sich hier in Form einer umfangreichen CD-Reihe konstituiert. Fest steht bisher: Mein eigener Kanon würde hier und da anders aussehen. Manches gefällt mir, manches gefällt mir nicht ganz so sehr – wie so oft im Leben. Und weil nun einer der großen Grundsätze netter Menschen lautet “Kritik immer unter vier Augen, Lob immer öffentlich”, habe ich mich entschlossen, die CDs, die mir ganz besonders gut gefallen, hier einfach in aller Kürze vorzustellen – keine Rezensionen allerdings, dafür sitze ich einfach an der falschen Stelle.

Gerade heute ist das die 2008 erschienene CD Massenbewegung (Hörbeispiele hier) des Dresdner Komponisten Carsten Hennig. Mir gefällt vor allen Dingen seine klangmalerische Herangehensweise. Hennigs Musik ist eine, die bei mir Bilder und Emotionen freisetzt. Es gibt wunderschön lyrische Passagen einzelner Instrumente, rhythmisch treibende Streichermotive und raumfüllende Klänge. Wahrscheinlich hat das Filmmusikstudium (so steht’s in der Biographie) einen spürbaren Einfluss in Hennigs Werken hinterlassen, und zwar einen, der mir sehr gefällt. Neue Musik muss sich nicht immer nur abstrakt präsentieren, um anspruchsvoll und trotzdem eindringlich zu sein – Massenbewegung ist dafür ein gutes Beispiel.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace Post to Ping.fm

Posted in Aufgefallen, Edition Zeitgenössische Musik.

Tagged with , , .



Twitter links powered by Tweet This v1.8.2, a WordPress plugin for Twitter.