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In aller Kürze: Zeitkratzer & Terre Thaemlitz “electronics”

8deef3a354Heute habe ich mich an die Zeitkratzer-Box aus der edition elektronik begeben, erschienen 2008. Drei CDs, die das von mir sehr geschätzte Ensemble Zeitkratzer zusammen mit – jeweils eine CD – Carsten Nicolai, Keiji Haino und Terre Thaemlitz eingespielt hat. Mit der Kollaboration Zeitkratzer/Thaemlitz habe ich angefangen; und bin begeistert. 

Bei Theoretiker und Gender-Aktivisten Thaemlitz habe ich aufgrund dessen, was ich von ihm kannte zwar keine allzu avantgardistischen Abgedrehtheiten erwartet; dass aber bei einem achtminütigen Stück ein tanzbarer Beat von vorne bis hinten durchläuft, das ist innerhalb meines musikalischen Alltags fast schon eine kleine Sensation. down home kami-sakunobe ist mit Abstand am allernächsten an Pop als alles, was in diesen Räumen ansonsten (vielleicht jemals) zu hören war/ist/sein wird. Und das muss offentlichtlich nicht zwangsläufig billig sein (nur damit keine Missverständnisse aufkommen: In die Charts geht das trotzdem nie, dafür ist dann doch zuviel Kunst). Diese Stücke sind die Befreiung der Musik aus sämtlichen Klischees, nicht jedoch die Auflösung derselben, es ist nicht der Wechsel von einem Dogma ins nächste, sondern der freie Umgang mit den Möglichkeiten. Ich zitiere aus dem Booklet: “Ein Schlagzeug darf grooven, ein Sänger singen, eine Trompete knacksen, eine Geige kreischen, ein Ensemble klingen.” Amen.

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Posted in Aufgefallen, Edition Zeitgenössische Musik.

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One Response

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  1. Martin Hufner says

    Stimmt. Uneingeschränkt hörenswert. Macht viel Vergnügen.



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