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NEU: Porträt-CD von Jagoda Szmytka

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Die Idee einer physischen Musik prägt die neueste CD der Reihe „Edition Zeitgenössische Musik“, welche die aus Polen stammende Komponistin Jagoda Szmytka porträtiert. Szmytka nimmt die Körperlichkeit von Klang in den Blick und untersucht in ihren Werken unter anderem den Kontakt zwischen Interpreten- und Instrumentenkörper. In hand saw WeltAll-Stars. generously befasst sie sich beispielsweise mit der Hand als wichtigstem Körperteil des Instrumentalisten, während eine gestische „Zelle“ in Form eines aufsteigenden Glissandos das Stück for travellers like angels or vampires in vielfältigen Varianten durchzieht. „Ihre Musik ist Körper“, schreibt Michael Rebhahn im Booklettext der CD. So sind auch die körperlichen Aspekte bei der Musikentstehung für die Komponistin entscheidend. Dabei treibt Szmytka sowohl die Interpreten an ihre physischen Grenzen wie auch sich selbst im Rahmen des Kompositionsprozesses.

Musikalisch kennzeichnend für Szmytkas Schaffen ist, dass sie nicht nur als „erhaben“ klassifizierte Klangmaterialien in ihren Kompositionen verwendet, sondern besonders die Nebenprodukte – wie das Knistern der Bogenhaare oder die Mechanik des Klaviers – hervorhebt. „Als ein ‚Skulptieren von Klang‘ bezeichnet Szmytka ihren Umgang mit der Melange aus rohen und sublimierten Materialien, die im Rahmen ihrer Kompositionen von ihrer ‚Klassenzugehörigkeit‘ entbunden werden.“ (Michael Rebhahn)
Alle Titel des Porträts wurden speziell für diese CD beim Deutschlandfunk produziert. Als Interpreten sind hierbei mit dem Ensemble Interface und erstmals in der Reihe auch dem Kölner Ensemble Garage sowie dem Duo leise dröhnung ausschließlich junge aufstrebende Neue-Musik-Formationen zu hören.

Die CD ist demnächst erhältlich bei WERGO

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Posted in Aufgefallen, Edition Zeitgenössische Musik.



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